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Glossar

Informationssicherheitsvorfall

Ereignis mit signifikanter Wahrscheinlichkeit einer Schutzziel-Beeinträchtigung

Definition

Ein Informationssicherheitsvorfall ist ein Ereignis oder eine Folge von Ereignissen, das eine signifikante Wahrscheinlichkeit der Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs oder der Bedrohung der Informationssicherheit mit sich bringt. Abzugrenzen vom bloßen Informationssicherheitsereignis, das ein erkannter Systemzustand ist und noch keine Bewertung als Vorfall bedeutet.

Praxisbezug

Die Abgrenzung ist der Startpunkt des Incident-Response-Prozesses: Erkennung, Analyse, Eindämmung, Beseitigung, Wiederherstellung, Lessons Learned. Meldepflichten entstehen abhängig vom Vorfallstyp: Art. 33 DSGVO (72 h), Art. 23 NIS2 (24/72 h, 1 Monat). Vertragliche Fristen sind häufig enger.

Verwandte Begriffe

In MGMSYS

Das Vorfallmodul und das NIS2-Modul führen den Incident-Prozess end-to-end: Klassifizierung, Fristenwächter, vorbereitete Meldetexte, Audit-Trail.

Quelle

ISO/IEC 27035-1:2023; Art. 33 DSGVO; Art. 23 NIS2