DSMS · Webseiten-Pflichten, Cookies & IT-Sicherheit (Rechtsstand Juni 2026)
2. Sechs häufige Fehler bei der Eröffnung eines Onlineshops
1 Min. Lesezeit
2.1 Unvollständige rechtliche Pflichtinformationen
Häufig fehlen oder sind fehlerhaft:
- Impressum
- Datenschutzerklärung
- Widerrufsbelehrung
- Muster-Widerrufsformular
- Versand- und Zahlungsinformationen
- Informationen zur Mängelhaftung
2.2 Fehlerhafte Preisangaben
Typische Probleme sind:
- fehlender Gesamtpreis
- unklare Versandkosten
- fehlender Hinweis auf enthaltene Umsatzsteuer
- falsche Grundpreise
- Zusatzkosten, die erst spät angezeigt werden
2.3 Fehlerhafter Bestellprozess
Der Verbraucher muss vor Abgabe der Bestellung die wesentlichen Informationen erkennen können. Besonders fehleranfällig sind:
- unklare Schaltflächenbeschriftungen
- voreingestellte Zusatzleistungen
- fehlende Bestellübersicht
- fehlende Korrekturmöglichkeiten
- unklare Vertragsbestätigung
2.4 Unzureichende technische Sicherheit
Hierzu gehören:
- veraltete Shopsoftware
- unsichere Erweiterungen
- schwache Administratorpasswörter
- fehlende Mehrfaktor-Authentisierung
- unverschlüsselte Datenübertragung
- fehlende oder nicht getestete Backups
2.5 Unzulässiges Tracking
Analyse-, Marketing- oder Retargetingdienste werden teilweise bereits vor einer Einwilligung geladen. Dies kann sowohl gegen § 25 TDDDG als auch gegen datenschutzrechtliche Anforderungen verstoßen.
2.6 Unzureichende organisatorische Planung
Ein Onlineshop scheitert nicht nur an Technik oder Recht. Häufig unterschätzt werden:
- Warenbestand
- Retouren
- Kundenservice
- Lieferzeiten
- steuerliche Anforderungen
- laufende Aktualisierung
- Sicherheitsüberwachung
- Verantwortlichkeiten im Unternehmen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Stand: 14. Juni 2026.